Zusatzrisiken beim technischen Tauchen

Risiken beim technischen Tauchen

Technisches Tauchen birgt etliche Zusatzrisiken und Gefahren, welche man sich als technischer Taucher bewusst sein muss. Speziell beim Einstieg in diese Art des Tauchens sollte man sich dazu im Klaren sein und die folgend genannten Punkte bedingungslos akzeptieren können.
Die Risiken lassen sich durch fundierte Ausbildung, entsprechende Ausrüstung, körperliche Fitness und Erfahrung auf ein Minimum reduzieren. Aber ganz Ausschliessen kann man sie nie.

  • Keine direkte oder unmittelbare Aufstiegsmöglichkeit zur Oberfläche im Notfall durch Dekompressionspflichten und/oder Distanz
  • Hypoxie oder Hyperoxie (→ Bewusstlosigkeit, ertrinken) durch falsche Gaswahl, ungenügende Analyse oder Wechsel auf das falsche Gas
  • Stickstoffnarkose (→ falsche Einschätzungen, falsche Entscheidungen, verlangsamte Reaktion im Notfall)
  • DCS mit dauerhafter Verletzung oder Tod durch erhöhte Inertgasbelastung, ungenügender Gasanalyse, Gasverlust, Rechenfehler, persönliche Veranlagung, Abbruch der Dekompression, Risikotauchen, unverifizierte Dekompressionsmodelle,…
  • Hyperkapnie bei unsachgemässem Umgang mit Kreislaufgeräten und nichteinhalten der Herstellervorgaben für den Atemkalk
  • Ausgelassene Prozeduren und Fehler durch Ausrüstungsüberlastung führen zu Gasverluste, Notaufstiege (→ AGE), zu schnelle Abstiege (→ Barotrauma, Sauerstoffvergiftung), Verlust der redundanten Ausrüstung
  • Ertrinken durch hohes Ausrüstungsgewicht und Auftriebsverlust bei defektem BCD

 


Im technischen Tauchen besteht immer ein höheres Unfallrisiko mit dauerhafter Verletzung oder Tod, auch wenn man alles richtig macht.

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