Deep Stops

Für Tiefenstops, sog. Deepstops, gibt es eine Vielzahl vom Philosophien. Die gängigsten sind hier aufgeführt:

  1. Pyle-Stops: In der Mitte zwischen tiefstem Punkt des Tauchgangs und der ersten Dekostufe. Dies wird so oft wiederholt, bis die Distanz zum ersten Dekostop weniger als 15m beträgt.
    Beispiel: Tauchgang auf 50m mit erstem Dekostop auf 12m = 1. Deepstop 31m (50m-12m=38m; 38m/2=19m; 50m-19m=31m), 2. Deepstop 21m (31m-12m=19m; 19m/2=9.5m; 31m-9.5m=21.5m)
  2. Bei 80% des maximalen Umgebungsdrucks auf der Tiefe.
    Beispiel: Tauchgang auf 50m/6 bar, 80% davon sind 4.8 bar = Deepstop auf 38m
  3. 3 – 6m über dem off-gassing Point, wo der Umgebungsdruck der maximalen Gewebespannung entspricht, sprich das erste Kompartiment beginnt zu entsättigen
  4. 15 – 20m über Maximaltiefe.
    Beispiel: Tauchgang auf 50m = Deepstop auf ca. 35m

Alle Philosophien kommen zu ähnlichen Ergebnissen, welche sich jedoch mit zunehmender Tiefe mehr unterscheiden. Variante 1, die Pyle-Stops, sind wohl am weitesten verbreitet, Variante 3 entspricht bei einer effizienten Dekompression schon eher dem ersten Dekostop.

Bemannte Versuche bei der USNavy haben gezeigt, dass sich Deepstops nur bei Neo-Haldane Dekompressionsmodellen mit gelöstem Inertgas (z.B. Bühlmann) eignen, jedoch nicht bei Blasenmodellen (z.B. RGBM und VPM).

 

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